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By Christa Paul

Unter der von G. H. Meads Identitätstheorie abgeleiteten Annahme, dass Identitätsbildung und soziale Integration ein Zusammenwirken von Anpassung und Selbstbehauptung voraussetzt, untersucht Christa Paul in dieser Studie ein lebensgeschichtliches Interview mit einer Frau, die in den Jahren 1936 bis 1956 fürsorgerischer Kontrolle unterstand. Dabei interpretiert die Autorin die Nicht-Anerkennung dieser Frau als Opfer des Nationalsozialismus als Endpunkt eines – sich in deren Lebenslauf verstetigenden – subjektiv erfahrenen Scheiterns von Selbstbehauptung. Die Kontextualisierung des untersuchten Einzelfalls in den Rahmen von Heimerziehung der 50er und 60er Jahre des 20. Jh. führt dazu, staatliche Anerkennung eines in Verantwortungsbereichen des Staates ausgeübten Unrechts als Bedingung zu betrachten, die Identitätsbildung und soziale Integration befördern kann.

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S. 65. Röwekamp 1997, S. 68f. Ayaß 1995, S. 99. 105 Die Arbeitsprämien sollten keine Bezahlung im eigentlichen Sinne sein, dienten aber als Leistungsanreiz. “107 Die Arbeitsprämien wurden im Laufe der 30er Jahre verringert, um die Anstaltskosten weiter zu senken. 108 Für Bewahrte, denen unterstellt wurde, sie könnten mit Geld nicht umgehen, war die Arbeitsprämie jedoch nur eine eingeschränkte Vergünstigung. 109 Ein weiteres Disziplinierungsmittel war eine in Aussicht gestellte Entlassung der Bewahrten nach zwei Jahren.

Jahrhunderts dienten die Arbeitshäuser in Preußen vorrangig dazu, Personen wegen unerlaubter Bettelei, Landstreicherei und Prostitution einzusperren. Teilweise beruhte diese Maßnahme auf einer vorherigen Verurteilung und wurde deshalb als „korrektionelle Nachhaft“ bezeichnet. Die Haftdauer war unterschiedlich, in Preußen war sie Ende des 18. Jahrhunderts beispielsweise unbegrenzt möglich. Ab 1912 wurden in Preußen auch 49 die Einweisungen in diese Einrichtungen unverändert ermöglichten. Für die Jahre nach 1945 liegen Untersuchungen über einzelne Anstalten vor, aus denen Folgendes hervorgeht: Die Anstalt Breitenau in Nord-Hessen, die während des Nationalsozialismus vielfältige Funktionen hatte, wurde im März 1945 von den US-Truppen befreit und deren Insassen wurden entlassen.

Stattdessen führten bessere Arbeitsbedingungen, die mit der wirtschaftlichen Stabilisierung einhergingen, zu einer zunehmenden Arbeitsbereitschaft, die die soziale Integration breiter Bevölkerungsteile ermöglichte. Ein wichtiger Grund für die Errichtung und den Betrieb von Arbeitshäusern und die Forderung nach einem Bewahrungsgesetz, die „generalpräventive“ Wirkung, entfiel durch 128 129 130 131 132 133 Elling-Ruhwinkel 2005, S. 373. Das war auch der Grund für die Schließung des Arbeitshauses Breitenau.

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